Bachelorkolloquium

7. November 2009

Im Inneren der Grenze

die Grenzreise als Film

2. November 2009

Ich weiß das ich nicht die erste war, die so eine Reise unternommen hat, ich weiß auch das ich recht kurz nur unterwegs war. Ich weiß auch das es viele Filme und Bücher zu genau dem was ich gemacht habe schon gibt…
Aber das hat mich nicht davon abgehalten ein Buch zu machen und auch noch einen kleinen Film zusammenzu schneiden, mit aufnahmen die ich Unterwegs gemacht habe.
Ich bitte euch zu berücksichtigen, das ich nur eine kleine kompakt Digitalkamera hatte um die Fotos und auch die Filmaufnahmen zu machen. Die Tonaufnahmen aus den Interviews habe ich mti meinem ipod gemacht und musste sie bearbeiten damit ich sie laut genug bekomme, für den Film, d.h. bitte den Ton beim Abspielen richtig laut machen, und nicht ärgern, die Tonaufnahmen wurden zum Teil unter widrigen Bedingungen gemacht.


„Deutschland auf der Couch
“
Eine Gesellschaft zwischen Stillstand und Leidenschaft

in dem Buch des Autors Stephan Grünewald wird Deutschland auf die Couch gelegt, in diesem Video präsentiert Herr Grünewald noch einmal seine Ansichten und das wurde dann von der Redaktion gut gemixt mit ein paar markigen Sprüchen von „Ossis“ auf einer „Ossi-Veranstaltung“.
Hier gehts zum Video
>>>>

… ganz schön erschreckend! Manche Menschen müssten sich mal zuhören.

da war mal was…

30. Oktober 2009

FLIX (preisgekrönter Comicautor) hat ein neues Buch zum 20 Jahrestag des Mauerfalls herrausgebracht. Aufmerksam bin ich drauf geworden als ich in der Bernauer Straße in Berlin war (Bild weiter unten). Und habe mir das Buch aus dem Grund gleich gekauft. Die Kurzgeschichten sind in Gesprächen mit Freunden und Bekannten von Felix Görmann (FLIX) entstanden. Er hat diese Geschichten in kleine Comicstripps verpackt und diese sind im Berliner Tagesspiegel erschienen. Jetzt hat er ein Buch daraus gemacht. „Da wart mal was…“, hat sogar einen eigenen Blog und eine Webseite. Auch mit einer Ausstellung ist das Buch unterwegs. Die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ist mit 20 Plakaten in Din A1 unterwegs um an das Thema zu erinnern.

flix
Zudem hat Thomas Kögel auf comicgate.de eine Rezension zu “Da war mal was…” geschrieben:
“Die kurzen Episoden erzählen kleine Geschichten, manchmal harmlos, manchmal witzig, manchmal nett, zwischendurch aber auch mit sehr ernsthaften Untertönen. Auch Mauertote und Stasispitzel sind Thema, werden aber eher subtil behandelt. Im Vordergrund stehen alltägliche, private Erlebnisse, die Politik liefert nur den Hintergrund. Am Stück gelesen erlauben die Da war mal was-Comics einen guten Blick auf die Art, wie das deutsch-deutsche Verhältnis aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen aussah. Ein Blickwinkel, der in den üblichen medialen Erinnerungsformaten, wie sie jetzt wieder überall zu sehen und zu lesen sind, eher selten vorkommt…”

DDR Ostalgie Party

30. Oktober 2009

Bestimmt haben schon mal einige darüber nachgedacht eine DDR Mottoparty zum 20 Jahrestag des Mauerfalls zu machen? Wenn euch da noch ein paar Ideen fehlen, ich hab hier die perfekte Liste an Dingen die man unbedingt braucht:

Eintritt:
Keiner, sondern Begrüßungsgeld!!!
(Pfandmarken für Freigetränk = Kopie 100DM Schein)

Getränkespezial:
Pfeffi (Pfefferminzlikör) mit Rotkäppchensekt

Knabbern:
Knusperflocken

Essen (falls erwünscht):
Ragout fin aus Dose mit Käse überbacken!!!

Deko:
Honecker-Porträt (wahlweise reicht eine S/W Kopie, A3)
Ampelmännchen
Marx/Lenin-Portrait oder Büste
Fahne (wahlweise auch FDJ), Wimpel
Beschilderung (z.B.: Bar = Getränkekombinat, o.Ä.)

Auch eine Musikliste habe ich für euch, alles Hits von ‘89; http://www.ostmusik.de/:
Dirk Michaelis: Marie
Rockhaus: Tanzen
Maschine & Männer: Du braver Soldat
PUHDYS: Ich will nicht vergessen
Petra Zieger: Das Eis taut
John F. und die Grorpiuslerchen „Berlin, Berlin (den Herz braucht keine Mauer) ‘89
City „Z. B. Susann“
Maschine & Männer „Du braver Soldat“
City „Keine Angst“
Karussell „Als ich fortging“
Sandow „Born In The G.D.R.“
Puhdys „Wir haben immer nur gewartet“
Paul van Dyk & Peter Heppner „Wir sind wir“
Puhdys „Berlin“
MTS „Kost The Ost“
Veronika Fischer „es war ein Land“
Puhdys „Es war einmal“
Silly „S.O.S.“
Thomas Schoppe „Die Mauer“
Petra Zieger „My Heart Beat“ (Das Eis Taut)
Wise Guys „Zur Lage der Nation“
Gerhard Schöne -“Mit dem Gesicht zum Volke“ 1988
MTS – „10 verdiente Volksvertreter“
Pankow – „Langeweile“1988
etc. (kein anspruch auf vollständigkeit)

Wenn ihr noch weiter Sachen sucht ich hab etwas früher einen Blogeintrag mit vielen Links zu Ostalgie Shops.

das ende naht

26. Oktober 2009

bald ist es soweit… ende der Woche gebe ich meine abschlussarbeit ab
heute habe ich die Bücher abgeholt und freue mich das ganze endlich so groß vor mir zu haben! auch der film wird heute noch fertig – freu – freu – freu

Das Buch ist unter der Seite „Projekt Bachelorarbeit“ zu bewundern ;-)

buch1

Ostalgie-Hype

24. Oktober 2009

ostalgi

Knusperflocken und Bautzener Senf stehen bei mir ganz oben auf der Liste der DDR-Dinge, die ich gerne auch in meinem Supermarkt kaufen würde. Aber manchmal entsteht ja durch die Knappheit eines Gutes der Reiz, der es erst so begehrlich macht. Am Hauptbahnhof in Mannheim, gibt es ein Geschäft, in dem man den Senf kaufen kann und den auch schon in einigen Supermärkten. Die Knusperflocken jedoch die bekommt man wirklich nur im ehemaligen Osten. Zum Glück aber auch an jedem Bahnhof in den Neuen Bundesländern. Aber über die Durststrecken kann einem auch einer der zahlreichen ‘Ostalgieshops“ hinweghelfen. Dort werden nicht nur Dinge verkauft, die man zu den Genussprodukten zählen kann, sondern auch Sachen, die einfach Kultstatus erworben haben durch den Mauerfall. Wer von den ehemaligen DDR-Bürgern kann sich nicht an den unverkennbaren Geruch aller Regierungseinrichtungen erinnern? Ein Putzmittel aus Russland kann auch noch heute diesen Geruch in jedes Gebäude zaubern. Die Nelke aus Seide für jede DDR-Party, das Trabimodell für die Vitrine und den Palast der Republik als Bastelbogen, gleich nachdem man den Bastelbogen WBS 70 geklebt hat, um die Jugend im genormten Plattenbau wieder auferstehen zu lassen.
Bei mir in der Kindheit gab es eher die verheißungsvollen Westprodukte, dafür bin ich nicht zu jung gewesen, um mich daran erinnern zu können. Der Inbegriff für meinen Westen war Nussmuss oder besser bekannt unter Erdnussbutter. Später habe ich erfahren, dass mehrlagiges Toilettenpapier in der Hauptstadt wohl der absolute Renner war. Was ich verstehen kann, denn das Norm-Toilettenpapier aus der DDR, das wir zuhause hatten, war sogar dicker als das, was wir in manchen öffentlichen Toiletten heutzutage finden. Doch ist der ganze Hype angebracht? Ist es sinnvoll, so ins Schwärmen zu geraten über eine Zeit die, da ist man sich mehrheitlich einig, man froh ist, los zu sein. Ich denke, dass ist ganz verständlich. Erst einmal war in der Vergangenheit nicht alles schlecht und wenn man in der DDR gelebt hat, gab es immer viele schöne Momente. Und der Mensch behält naturgemäss die ganzen schönen Dinge lieber im Blick als die schlechten. Darum träumen viele Menschen aus der DDR von Dingen, die sie damals umgeben haben. Diese Sehnsucht wird durch die Neugier der jungen Generation, die Spaß hat an dem alten Verstaubten am Leben erhalten. Wie sagte doch einer meiner Interviewpartner: „…Es war immer Sommer. Aber ich glaub, das ist typisch Kindheit..“ Gewisse Dinge möchte man einfach ewig haben, und wenn es nur der Mixer ist, der einen garantiert nie im Stich lässt und den man für nur wenige Euros bei ebay für „so gut wie neu“ erwerben kann.
Claas von Aloha Berlin hatte mich in einen Shop um die Ecke geschickt zu einem Freund von ihm, Mario. Mario ehemaliger Punk (obwohl man das denke ich nicht sagen kann: ehemalig…), der sich mit dem Verkauf von Ostprodukten eine goldenen Nase verdient. „VEB Orange“ nennt sich sein Laden, und er wirbt mit dem Slogan „Das Kaufmuseum“. In seinem Laden kann man fast alles kaufen, je nachdem wie selten es ist und wie groß die Chance, es wieder beschaffen zu können. Mario hatte leider keine Zeit für ein Interview, aber ich hab ihn trotzdem gefragt, ob er an den ganzen Sachen hängt und ob er da sentimental wird? Er sagte mir, dass er da keine Gefühle hat. Aber es fällt ihm schwer Sachen zu verkaufen, von denen er weiß, dass er sie vielleicht nie wieder beschaffen kann. Außerdem würde er genauso gerne Dinge aus dem Westen aus dieser Zeit in seinem Laden haben wollen. Doch gerade diese überwältigende Menge an Ost-Interieur macht es so faszinierend, in seinem Laden zu stehen. Wenn man allerdings richtig hinschaut, sieht man zum Beispiel auch Lampen vom sogenannten kapitalistischen Klassenfeind.
Warum gibt es solche Läden mit „New Antiques“ nicht auch im Rest von Deutschland? Der Run auf organge farbene Lampen, egal ob aus dem Westen oder dem Osten, wäre doch dort genauso groß?

www.ostalgie-shop.de
www.ostalgie.org
www.ossiladen.de
www.ostprodukte-versand.de
etc.

Die geteilte Form

24. Oktober 2009

Ich habe heute morgen eine schöne e-mail bekommen mit einem Buchtipp, der genau an diese Stelle passt:

Buchcover: "die geteilte Form"

Buchcover: "die geteilte Form"

Günter Höhne
Die geteilte Form
Deutsch-deutsche Designaffären
1949 – 1989

Eine faszinierende Zeitreise durch 40 Jahre deutsch-deutsche Designgeschichte.
Ein Buch aus dem Fackelträger Verlag.

gebunden mit Schutzumschlag, farb. Abb.
256 Seiten, Format 19 x 23 cm
ISBN: 978-3-7716-4421-5
Das Buch kostet 29,95 € und stellt sehr schön visuell und klar gegliedert, typische Produkte aus Ost und Weste gegenüber und erzählt einiges zu den Dingen des Alltags. Das Buch stellt die Frage danach ob und in wie weit, sich die Produkte aus Ost und West von einander unterschieden haben und in wie sie wahrgenommen wurden. Gab es wirklich so große Unterschiede?

Der Herbst ‘89

19. Oktober 2009

Friedliche Revolution

revolution

Als „Friedliche Revolution“ wird der Wandel bezeichnet, der im Sommer ‘89 sich in der DDR Bevölkerung vollzog und am 9. November im Fall der Mauer seinen Höhepunkt erreicht. Der gesellschaftspolitische Wandel fing an mit den Kommunalwahl im Mai ‘89. Die Menschen haben das Ergebnis weitestgehend als Fälschung verstanden und das zum 40 Jahrestag der Gründung der DDR. Im Sommer flüchteten sehr viele Bürger über die Ungarische und Tschechische Grenze in den Westen, die Botschaft der BRD in Prag wurde sehr Öffentlichkeits wirksam besetz. Die Opposition der DDR formierte sich neu und die ersten friedlichen Demonstrationen fanden im frühen Herbst statt.
Die Montagsdemonstrationen. Am 4 September kam es zu den ersten Massendemonstrationen im Leipzig, nach dem Friedensgebet zogen tausende Menschen von der Nikolaikirche aus um den Altstadtring. Diese Demonstrationen wurde zur Regelmässigkeit immer Montags gingen die Menschen auf die Straßen. Es wurden immer größere Menschenmassen auch in anderen Städten. Wichtige Orte und Tage waren: Dresden, 4. Oktober, Plauen, 7. Oktober, Dresden, 8. Oktober, Leipzig, 9. Oktober, Leipzig, 16. Oktober. Die Menschen hatten große Angst und verfassten zum Teil Abschiedsbriefe an ihre Verwandten. Der Staatsapperat reagierte auch und z.B. am 9. Oktober marschieren 5000 Sicherheitskräfte auf, Schützenpanzer und Wasserwerfer werden in Position gebracht, doch mit 70.000 friedlichen Demonstranten hat niemand gerechnet. Die Parolen „Wir sind das Volk“, „Auf die Straßen“ und „Keine Gewalt“, sind noch heute in den Köpfen der Menschen. Später sagte Horst Sindemann vom SED-Zentralkomitee „„Wir hatten alles geplant, wir waren auf alles vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und Gebete.“

Revolution in der DDR

19. Oktober 2009

17. Juni 1953

Um den den 17. Juni herum kommt es in Berlin zu Streiks und Demonstrationen gegen Normenerhöhungen. Im Mai ‘53 wurde vom Zentralkomitee der SED beschlossen, dass die zu erbringende Arbeitsleistung für den Lohn erhöhen muss. Außerdem wurde ein Prozess zur „Sowjetisierung“ des Landes DDR Anfang Juni beschlossen. Die Kursänderung wurde von der Bevölkerung auch als Einknicken der SED Regierung gewertet, was auch den Mut zu diesen Protesten gab. Am 17. Juni kam es flächendeckend zu Arbeitsniederlegungen, was dazu führte, das der Ausnahmezustand für 167 von 217 Landkreisen ausgerufen wurde. Das gewaltsame einschreiten der Kasernierten Volkspolizei an diesen und nächsten Tagen forderte ca. 55 heute belegte Opfer. In der BRD war damals die Rede von 506 und in der DDR von 25 Todesopfern die Rede. Der 17. Juni wurde im August 1953 von der BRD zum Nationalen Feiertag ausgerufen „Tag der deutschen Einheit“.